Manu auf dem Weg zur schlanken Manu
Da es ja aktuell “in” zu sein scheint, alles von sich auf dem Blog zu teilen, dachte ich mir: “ Du darfst das heute auch mal”. Aber, nein, es wird keine: So sieht meine Wohnung aus Bilder geben. Ich möchte einfach mal meine “Ich verliere meine Kilos Geschichte aufschreiben”. Vielleicht auch für all jene, die kampflos aufgaben, bevor sie überhaupt begonnen haben. Auch mir ging das Jahre lang so. Früher schlank (Größe 38) und dann kam das schludern, dass sich gehen lassen. Bis – eines Tages – der Groschen fiel. Eigentlich war es ja mein Körper, der STOP sagte. Natürlich nicht in Worten, aber in Taten. Es war etwa Mitte Juni, mein Mann und ich hatten wieder eine Debatte darüber, was wir denn am Wochenende essen könnten. Mir fiel nichts ein, ich mochte gar nichts essen und überhaupt hatte ich fürchterlich schlechte Laune. Selbst meine Schoki – von der ich noch das ein oder andere Stück hatte retten können – vermochte mich nicht zu trösten. Ich mochte rein gar nichts mehr essen. Meine Nieren spielten auch verrückt und überhaupt – selbst das Treppenhaus kam mir fünf Kilometer länger vor als vorher.
Bis ich (mit Einkäufen) in der Wohnung war (zweiter Stock) sah ich aus wie eine genmutierte Aubergine, nicht so lang aber mindestens so farbig :D. Wenn ich dann überhaupt noch das Haus verließ. Man hätte sich ja über mich reden können. Mir war schlichtweg alles peinlich und ich mochte schon gar nicht unter Menschen sein. Denen ist eh egal, ob man eventuell krank oder einfach nur fett ist. Stellt euch vor, ihr trefft einen dicken Menschen und einen dünnen, beide haben einen Döner in der Hand – über wen wird gelästert? Natürlich über den dicken!! Nur, das der auch mal was essen muss. Verkappte Welt. Wie es aber in besagtem Menschen aussieht, dass sieht natürlich keiner. Da zählt kein Charakter (den sieht man ja nicht) da zählt nur der unattraktive dicke Hintern. Gut, der war immer gut, wenn ich auf Events war – ich durfte immer vorne sitzen im Taxi. Toll fand ich das aber trotz allem nicht. Den Einzelplatz schon, den Allerwertesten nicht. Aber nun komme ich erst einmal zum wesentlichen Punkt.
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| Wer schlanker werden will, muss nicht zwingend verhungern, es geht auch lecker :) |
Es ging gar nichts mehr. Ich musste mich ja komplett in der Wohnung “verschanzen” bloß nicht raus gehen und mich immer schön den Kalorien und dem Zucker sämtlicher Süßigkeiten aussetzen. Wasser trinken. Ich? OMG, da poppen doch Fische drin. Und dann kam der Juni, mein Körper sagte Halt! Die Nieren (ich hätte es deuten müssen) sagten auch nein. Das Ergebnis: Am besten schon eine Stunde vor dem “müssen” aufs Klo gehen. Was tut Frau dann? Googlen, was es denn sein könnte. Natürlich hatte man bereits Kinder, das ist dann auf jeden Fall ein Zeichen einer nahenden Blasensenkung. Es hätte so einfach sein können. Aus lauter Angst vor sämtlichen Ärzten (ich bin Phobiker) ging ich natürlich auch nicht zum Arzt – das geht auch wieder allein weg. Tja, so dachte ich. Ging es aber nicht. Den Punkt um dann doch (es wurde direkt die Notaufnahme) zum Arzt zu gehen, brachte dann ein Abzess. Der wurde immer größer und wollte nicht allein aufgehen. Hurra.
Meine Krankenhausgeschichte erspare ich euch hier mal lieber – es würde Tage dauern, bis ihr dann zu Ende gelesen hättet. Nur so viel – Krankenhaus A überwies mich in Krankenhaus B – mit der Aussage, dass böser Abzess unter Vollnarkose eröffnet werden müsste und ich ja viel zu hohen Zucker hätte. Ich meine 497 ist nicht grade wenig. Nur wusste ich bis dato nicht mal, das ich Diabetikerin bin. . Krankenhaus B tat das aber nicht und somit kam ich dann (nach einer ambulanten OP und einer gruseligen Nacht vor Ort) nach einer Woche in Krankenhaus C. Dann wurde wieder ambulant geschnitten (ja, dass tut weh). Aber hier wurde ich zumindest wie ein Mensch behandelt. Zu dem Zeitpunkt waren aber auch bereits die ersten 10 Kilo weg. Einfach weg – es schmeckte nichts. Als ich dann wieder zu Hause war, nahm ich mir vor weiter abzunehmen, es begann richtig Spaß zu machen und zu sehen, wie die Klamotten immer größer wurden.
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| Vorher Und NEIN!! Ich zahle KEIN Schmerzensgeld fürs Anschauen :D Ich mag den Unterschied sehr :) Heute :D |
Natürlich geht das ganze bei einer Diabetes nicht ganz so einfach, es gibt doch einiges zu bedenken. Und so fing ich dann an LowCarb zu essen. Allerdings nicht nur, unsere Haushaltskasse ist nicht so groß. Ich “mischte” das ganze ein wenig – und nach einer kurzen Zeit (auch zwischendurch nur vegan oder vegetarisch) kein Schweinefleisch, lieber mehr Fisch (wegen der Omega 3 und so). Und nicht nur die Pfunde flogen nur so (mittlerweile 32 Kilo seit Mitte Juni) auch mein Zucker verbesserte sich mehr und mehr. Überhaupt ging es mir in allem besser. Den Nieren übrigens auch, die hatte nur auf Alarmstufe Rot geschaltet und versucht, den zu vielen Zucker möglichst schnell aus dem Körper zu transportieren. Und mittlerweile haben wir fast Ende September, die Waage zeigt 32 Kilo weniger. Ich trinke nur noch Wasser, Tee und mal eine Latte. Die Süßigkeiten finden nicht mehr den Weg zu mir und es wird vernünftig gegessen – dreimal am Tag – mittlerweile so aufgeteilt, dass ich satt werde, und meine benötigte Anzahl an (geschätzten) Kalorien bekomme. Ohne aber selbige noch umständlich zählen zu müssen.
Und es purzelt fleißig weiter – ganz schön teuer. Nicht die Lebensmittel, sondern doch eher die ganzen Klamotten, die ich neu kaufen muss. Zu Hause ziehe ich zwar manchmal noch die ein oder andere “alte” Hose (mit drölfzig Knoten am Bund) an. Das wird dann nur peinlich, wenn man an der Tür ein Paket annehmen will und sich besagte Hose plötzlich gen Boden neigt und anfängt zu rutschen. Und es war nicht immer leicht. Manchmal hätte ich einen Schlachterladen überfallen und mir unzählige Schnitzel und Steaks braten können. Mit vielen leckeren Röstaromen dran. Aber auch das hat mittlerweile ein Ende, ich kann nun gut damit umgehen und die Heißhunger Attacken bleiben aus. Klar purzeln die Pfunde nicht mehr wie zu den Anfängen, aber alle 2 –3 Tage fehlen wieder mindestens 500 Gramm. Oder auch mal ein Kilo. Ich kann nur immer wieder sagen, solltet auch ihr grade am abnehmen sein. Bleibt dran! Ihr nehmt NICHT für Andere, sondern für euch ab. Ihr wollt euch wohlfühlen, und nicht die Anderen. Denen ist es völlig egal, solange sie über euch herziehen können. Zeigt, was in euch steckt. Es geht – und es geht gut. Meine Größe hat sich mittlerweile um fünf Größen verringert. Und keine Angst ich bombardiere euch nicht mit Fotos – das ein oder andere könnt ihr aber trotzdem hier sehen.




