… ich habe ihren wunderschönen Blog … und so geht es dann weiter. Wenn sie nicht gestorben sind und so. In der letzten Zeit – man kennt sich ja untereinander und ist vernetzt – habe ich oft von solchen “netten” Mails gehört. Massenmails mit 500 Wörtern – Gott sei Dank aber mit Punkten und Kommas versehen. Mit der Bitte, wenn man denn testen möchte, das aber nicht zu kennzeichnen. Bitte mit 700 Wörtern zu “besprechen” eigene Bilder natürlich auch einzupflegen und bestenfalls drölfzig Links in dem Artikel verstreuen. Nicht zu vergessen zu erwähnen, das man erst zwei Artikel im Shop hat und überhaupt das Budget noch sehr sehr klein ist. “Haste mal einen Euro” so hört man es an jeder Ecke. Und da bin ich ehrlich – diesen einen Euro werfe ich dann doch lieber in einen Hut, Geigenkasten oder auch sonst wohin. Spaß beiseite, es wird Ernst. Ich schreibe auch gern mal für “kleine” Unternehmen, die wirklich grade angefangen haben – weil, weil ich sie mag oder sie mir von Anfang an sympathisch sind und ein nettes “Hallo Manu” oder so auf der Taste haben.
Was mir missfällt, ist die Tatsache, das grade “große” Unternehmen – etwa 10% aller Anfragen (ob an mich oder andere Blogger) voraussetzen, das wir ja jede Menge Zeit haben. Oftmals werden PR Mitteilungen versendet – ich bin aktuell in etwa 15 Presseverteilern. Wo kommen die alle her? Schreibst du Blogger – guckst du aber ins Leere. Hallo, Werbung kostet Geld. Und auch “Hobbyblogger”, die meist keine sind, haben ihre Zeit nicht bäuchlings auf der Straße liegend gefunden. Das mag nun ziemlich arrogant klingen, soll es aber nicht. Mir fiel das in letzter Zeit nur wieder sehr extrem auf. Spannend wird es aber dann erst, wenn Blogger XYZ auf diese Mails antwortet. Oftmals haben diese etwa 500 andere Blogger auch bekommen. Tja, dann wartet man in den meisten Fällen nicht mal mehr ein Feedback. Ablage Papierkorb wäre da ratsamer gewesen. Man Frau lernt aber zu ignorieren. Neue Blogger hingegen “fallen da aus Unwissenheit aber leider noch rein”
Noch spaßiger wird es hingegen, wenn Unternehmen A, b.z.w. deren Agenturen die “netten” Blogger anschreiben und dann wieder nicht bedenken, das Blogger ja vernetzt sind. Im guten alten Facebook fängt es an im Bloggerforum hört es auf. Und zwischendurch gibt es noch etliche andere Social Media Channels. Da gibt es aktuell z.b. Minikühlschränke, die zahlreich verlost werden. Mich wollte ja keiner :D Und da dürfen 80 % aller “rekrutierter” Blogger dann solch einen niedlichen leinen Kühlschrank verlosen. 60 % dürfen einen solchen nun auch ihr Eigen nennen. Der Rest darf dann das Produkt probieren, nicht verlosen und auch nicht solch einen niedlichen Schrank in Wohnung oder Garten aufnehmen. BTW, ich benötige solch ein “Prachtstück” nicht, finde es aber sehr grenzwertig wie unterschiedlich Blogger doch “abgespeist” werden. Der eine wird zusätzlich noch bezahlt, der andere erhält lediglich 3 kleine Samples usw.
Klar, das bloggen ist nicht dazu da möglichst alles “umsonst” zu bekommen – 150 Wörter zu schreiben und alles gutzureden. Voraussetzung sollte schon sein, das man Spaß an der Sache hat, sich mit allem auseinandersetzt und den Ernst an allem erkennt. Und so sollte es auch bei Firmen und Agenturen sein. Blogger sind “zarte” Wesen, die auch “Gefühle” haben. Und doch gern für voll genommen werden. Und keiner dieser Blogger möchte später erfahren, das im Endeffekt alles irgendwie nur “gelogen” war. Wir Blogger legen Wert auf Ehrlichkeit und eine vernünftige Anrede – das Gleiche dürfen wir aber auch erwarten.
ich weiß nun nicht, wer hier alles lesen wird – aber ich hoffe, das meine Worte richtig ankommen – und auch bei den Richtigen ankommen. Das ist mir wichtig. Und nicht das denken: Was will “Sehr geehrter Frau manus-testwelt denn nun ?
Gern dürfen Kommentare hinterlassen werden, ich freu mich drauf.
Vielen Dank an all die netten Agenturen, Anbieter und andere mit denen ich (man) so super zusammenarbeiten kann.
Rechtschreibfehler dürfen heute behalten werden und sind diesmal sogar gewollt.


