Montag, 26. August 2013

Besonders nicht einer mittlerweile Zwölfjährigen


Bei uns auf der Straße ist ja bekanntlich immer was los. Erwähnt habe ich es schon oft, aber so manches schlägt dem Fass den Boden aus.Hier in der Innenstadt gibt es nicht nur viele Menschen, sondern auch dementsprechend Müll, Dreck und vor allem richtig tolle Fensterscheiben. Manchmal habe ich das Gefühl, das wir am Meer wohnen, so viel Sand hatte ich ja nicht mal in Borkum an den Scheiben.Putzt man die Fenster, es sind 17 an der Zahl und dreht man sich um, sehen sie fast wieder genauso aus wie vorher. Manchmal fragt man sich echt, wieso man diese überhaupt putzt. Und genau das habe ich meiner zwölfjährigen Tochter auch gesagt. Und zusätzlich noch geäußert, dass ich langsam die Lust daran verliere. Unsere Katzen, die langsam auch nicht mehr wissen ob Sommer oder Winterfell, hinterlassen so viele Haare, das man daraus einen Pullover stricken könnte (bestimmt schön weich). Mir vergeht hier langsam wirklich alles. Kurz und gut, ich dachte mir auch nichts weiter bei meinen Äußerungen, ob ich meckere oder nicht, die Fenster putzen sich nicht allein. Oder vielleicht doch? Wir wohnen übrigens im zweiten Stock eines Altbaus und die sind bekanntlich nicht grade niedrig. 

Gestern hatte meine Tochter mal wieder ihre Aufräumwut – bitte, bloß nicht bremsen – ich hatte meine Dinge bereits alle beendet und beschloss mich ein wenig aufs Sofa zu legen. Und wie es denn so kommt, schläft Frau auch gern mal ein. Nach etwa einer Stunde kam meine Tochter und weckte mich. Sie trug Crocs an ihren Füßen, was mich eigentlich wunderte, denn in der Wohnung laufen wir fast immer barfuß herum. “Mama, ich bin fertig, magst du mal gucken kommen?” Stolz wie Bolle zeigte sie mir dann, was sie so alles getan hat. Fußboden gewischt, Staub gewedelt UND ein Fenster geputzt. In diesem Moment wusste ich nicht, was ich sagen soll, heulen, schreien oder einfach in Ohnmacht fallen. Mir war einfach nur schlecht. Nun wusste ich, auch warum sie besagte Schuhe trug. Nachdem ich mich ein wenig vom Schreck erholt hatte, wagte ich mich zu fragen, wie sie denn dieses Fenster geputzt hat. “Och Mama, das ist doch ein Drehfenster, das war ganz einfach” Da sie dabei aber keine Leiter gebraucht hat und keine 2,50 Meter groß ist, ließ meine Gänsehaut erneut aufkommen – sie hat sich in die Fensterbank gestellt. Ich mag nicht drüber nachdenken was hätte passieren können. Und noch heute, beim Schreiben, wird mir ganz mulmig bei der Sache. Mir langt das immer schon, wenn der Nachbar draußen auf dem Sims steht, und putzt. Also bitte niemals einer Zwölfjährigen erzählen, dass die Fenster mal geputzt werden müssen. Klar ist man auch stolz, wenn sie fleißig sind, aber das kann ganz böse ins Auge gehen.


Mama, mit Crocs rutscht man von keiner Fensterbank






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